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Rohstoffpreise für Holz, Stahl und Kunststoffe steigen weiter an!

Hilden, 19.05.21: Die Preise für Holz schießen in die Höhe. Der Grund für die Holzknappheit und den Preisanstieg: der Bauboom in Coronazeiten. Die Nachfrage im In- und Ausland steigt. Viele große Sägewerke exportieren derzeit massiv. Laut Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie waren es 20 Millionen Festmeter Rund- und Schnittholz im vergangenen Jahr. Das sind mehr als 80 Prozent mehr als noch im Jahr 2019. Den größten Teil davon macht Nadelrundholz aus. Hauptabnehmer sind China und die USA. Dort wird mehr gezahlt als in Deutschland - sogar für minderwertiges Fichtenholz, das wegen Trockenheit, Sturmschäden oder Borkenkäferbefall in Deutschland notgefällt wurde und dadurch massenhaft anfiel. Selbst dieses Holz ist hier langsam aufgebraucht. Erschwerend kommt hinzu, dass der Markt den Preis macht. Vor kurzem hat ein Festmeter Fichte noch etwa 30 Euro gekostet.  Laut Presseberichten Jetzt sind wir schon bei fast 90 Euro angekommen.

Auch die Preise auf dem Stahlmarkt verdoppeln sich nahezu nach den Recherchen von Stahlmarkt Consult. Nach einer kurzen Verschnaufpause hat sich der Preisanstieg am Spotmarkt für Flacherzeugnisse im März 2021 stark beschleunigt. Während sich die Versorgungslage stetig zuspitzt, haben die Preise für Feinbleche und Warmband historische Höchstwerte erreicht. Bei baunahen Langprodukten konnte das am Jahresanfang erreichte übermäßig hohe Preisniveau gehalten werden. Am Rostfrei-Markt sind die Effektivpreise stark gestiegen und die Beschaffung ist schwieriger geworden. Die Rohstoffkosten der Stahlerzeugung sind weiter hoch, der Rohstoffkosten-Spread für Flachstahl hat einen historischen Rekordstand erreicht. Vor allem am Flachstahlmarkt haben sich mehrere Einflussfaktoren negativ entwickelt. Die Versorgung wird zunächst kritisch bleiben und kurzfristig sind noch höhere Preise zu erwarten.

Bestimmte Kunststoffe sind in Europa knapp wie lange nicht. Von »beispiellosen Turbulenzen auf den globalen Kunststoffmärkten« spricht der Plastik-Erzeugerverband PlasticsEurope Deutschland. Und Mara Hancker von der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen sagt: »Die Preise für einige Rohstoffe sind in den vergangenen Monaten explodiert. Unsere Unternehmen erleben teils massive Engpässe«. Die Coronakrise ist dafür mitverantwortlich: Erstens drosselten Hersteller dieser Materialien vergangenes Jahr zunächst beim Pandemiebeginn ihre Produktion – und wurden dann wie auch andere Branchen von der unerwartet schnellen Erholung der Weltwirtschaft in der zweiten Hälfte überrascht.

Die Folgen für die Branche sind absehbar. Die Verknappung der Güter führt zum einen dazu, dass die Gefahr besteht, die Aufträge nicht mehr in der gewohnten Zeit abgearbeitet werden können. Zum anderen wird diese Verknappung in Verbindung mit den explodierenden Rohstoffpreisen der Kunde mit einem angepassten Preisniveau konfrontiert.

Download der BSFH Pressemeldung: Rohstoffpreise für Holz, Stahl und Kunststoffe steigen weiter an!

Download BSFH press release: Raw material prices for wood, steel and plastics continue to rise!